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Eidesstattliche Versicherung Familienstand   guter beitrag schlechter beitrag
Zhaocaimao
25-okt-18
Hallo liebe Community,

ich brauche eure Hilfe:

Meine chinesische Verlobte und ich (Deutscher) wollen heiraten.
Wir gehen den Weg der Konsulatsbescheinigung. Wer das schon mal gemacht hat, wird den Prozess kennen. Ich brauche dafür (u.a.) mein Ehefähigkeitszeugnis.

Das deutsche Standesamt gab mir eine Liste, auf der (u.a.) die eidesstattliche Versicherung zum Familienstand meiner Verlobten steht.

Wir haben erst fälschlicherweise angenommen, dass damit ihr 未婚证 gemeint war. Also reisten wir zur Provinzbehörde, die dieses Dokument nach Vorlage anderer Dokumente ausstellte – sogar übersetzt auf Deutsch.

Bevor wir nun nächsten Monat in Deutschland zum Standesamt gehen (EFZ), habe ich die Dokumente an das Standesamt gemailt zur Vorabprüfung. Zurück kam die Antwort, dass der 未婚证 unbrauchbar ist, da es keine eidesstattliche Versicherung ist. (Stimmt.)

Das Standesamt will einfach ein Schreiben von einem chinesischen Notar haben, worin steht, dass meine Verlobte in seiner Gegenwart gesagt hat, dass sie nicht verheiratet ist und war (und auch keine Lebenspartnerschaft begründet hat). Für die Richtigkeit ihrer Aussage haftet niemand anders außer die Verlobte selbst.

Hintergrund: für das deutsche Standesamt ist eine Aussage der Person höherwertiger als ein Schreiben vom Amt, denn in diesem 未婚证 steht nur, dass im (Computer-)Register keine Eintragung (seit 12. April 2001 bis 7. Oktober 2018) vorhanden ist. Sie hätte ja vielleicht im Ausland rechtsgültig heiraten können und das dem Amt nicht mitteilen können.

Wir sind jetzt wieder zurück in Shanghai und probieren einen lokalen Notar zu finden, der dieses Schreiben ausstellt. Allerdings stellen sich alle Notare quer mit der Begründung, dass erstens meine Verlobte hier nicht ihren Hukou hat und zweitens, dass sie die Richtigkeit ihrer Aussage nicht überprüfen können.
Hier liegt der Hase im Pfeffer. Meine Verlobte hat mittlerweile verstanden, dass der Notar NICHT die Richtigkeit der Aussage überprüfen muss. Nur die Notare verstehen das nicht und faseln immer was von Responsibility... Sowohl das Notariat in Changning, Jingan und Qingpu haben uns bereits abgelehnt. Die anderen gehen nicht ans Telefon.
Das deutsche Konsulat verweist auf Merkblätter (Ach was?!), die Hotline vom Rechts-und Konsularservice ist unbrauchbar und legt selbstständig auf.
Als letzter Notanker kommt noch die chinesische Botschaft in Deutschland in Frage. Die müssten die Anforderungen kennen. Aber sowohl Botschaft als auch Konsulat sind von unserem Ort in Deutschland einen Tagesausflug entfernt. Auch geht hier niemand ans Telefon.

Deshalb meine Frage an euch: wer hat schon mal die eidesstattliche Versicherung zum Familienstand bei einem Notar in Shanghai (ohne Shanghai-Hukou) bekommen und kann mir sagen, welcher Notar das war?

Vielen Dank für eure Hilfe!
 
 
aw: Eidesstattliche Versicherung Familienstand   guter beitrag schlechter beitrag
Bürokratin (Gast)
27-okt-18
Hallo und erstmal herzlichen Glückwunsch!

Bin zwar keine Expertin, aber ich denke diese eidesstattliche Versicherung nennt sich 未婚声明书 und ist eine Art Formular.

Baidu spuckt dazu diese Vorlagen aus:
https://wenku.baidu.com/view/7428ea45a517866fb84ae45c3b3567ec102ddc67.html
http://www.ruiwen.com/gongwen/shengming/56453.html

Würde eines dieser Formulare einfach abtippen, in ausgedruckter Form dem Notar (vllt. gemeinsam mit der offiziellen Ledigkeitsbescheinigung 未婚证) vorlegen und es dann in dessen Anwesenheit unterschreiben. Beglaubigung und Übesetzung sollte dann der Notar erledigen.

Aber wie du schon schreibst, die Shanghaier Notare werden für diesen Vorgang wsl einen Shanghai Hukou verlangen.

Am einfachsten wäre natürlich, ihr könntet die eidesstattliche Versicherung direkt in Shanghai im Deutschen Konsulat machen. Bohr doch mal nach, ob das möglich ist. In Thailand und Kanada dürfte es funktionieren:

https://bangkok.diplo.de/th-de/service/eidesstattliche-versicherung/2102442
Zitat Zum Termin sind folgende Unterlagen vorzulegen:

Gültiger Reisepass der Person, die die eidesstattliche Versicherung abgibt
Nachweis des deutschen Standesamts/der deutschen Behörde, dass die eidesstattliche Versicherung von ihr gefordert wird (z.B. E-Mail-Schriftwechsel des Standesamts mit dem deutschen Verlobten, Merkblatt des zuständigen Standesamts)
Bestand bereits eine Vorehe, dann Nachweise über die vorherige Eheschließung und Eheauflösung

Für die Beurkundung der eidesstattlichen Versicherung wird eine Gebühr in Höhe von EUR 97,50, zahlbar in bar in THB, zum tagesaktuellen Wechselkurs der Botschaft fällig.
https://canada.diplo.de/ca-de/ehe/1117448
Zitat In einigen Fällen verlangt das Standesamt von dem nicht-deutschen Verlobten eine eidesstattliche Versicherung über die Ledigkeit. Diese kann vor dem deutschen Standesbeamten oder auch vor einem kanadischen notary public oder der zuständigen Auslandsvertretung während der Öffnungszeiten abgegeben werden. Hierzu bringt der nicht-deutsche Partner bitte die folgenden Unterlagen mit:
- Reisepass des nicht-deutschen Partners
- Kopie des Reisepasses des deutschen Partners
- Datum und Ort der geplanten Eheschließung
- Gebühren in Höhe von ca. C$97,-
Ansonsten bleibt wohl nur der Weg zu einem Notar in der zuständigen Hukou-Stadt deiner Frau.
 
 
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ChristophReineke
19-nov-18
Hallo,

es gehrt viel einfache rund unkomplizieerter.

Ich (deutscher) habe im März 2016 eine chinesin geheiratet.

Deutschland ist dafür ein armseliges Land, da die Bürokratie alles nur "Balla Balla" macht.

In Dänemark ist die ganze Angelegenheit recht unkompliziert und aufgrund des EU Rechts auch vollkmmen legal durchzuführen. Als Hinweis gebe ich Dir den Tipp schaue mal im Netz nach "Heiraten in Kopenhagen" nach.

Du brauchst kein Übersetzungen oder notarielln Beglaubigunnen oder so ähnliches.

EInfch online anmelden und dabe folgende Unterlagen versenden:

Meldebscheinigung von Dir und Deiner Lebensgefährtin (da nimm die große, steht dann auch der Familienstand mit drauf kostet 8 Euro)

Visum / Aufenthaltstitel deiner zukünftigen Frau, Hier reicht ein normales Besuchervisum zur Not aus. Nur Asylverfahren werden ncht angenommen.

Dann ich glaube 70 Euro überweisen und Überweisungsbeleg hinsenden.

Fertig!

14 Tage später ist Euer Termin, es sei denn, Ihr bittet um einen bestimmten Zeitraum.

1 Nacht in Kopenhagen (sehr schöne Stadt) ist obligatrisch, ihr müsst 1 Tag vorher eure Unterlagen im Orignal vorzeigen.

Danach Apostille im Aussenministerium holen, Entfernung ca 500 m vom Rathaus.

Mit Apostille zum cinesischen Konsulat ein Übrbeglaubgun holen. Zusammen kostet es noch einmal ca. 50 Euro

1 woche später könnt Ihr dann die Urkunde beim Konsulat abholen und sie ist dann für beide Länder gültig. Wenn hr sie nur für Deutschland braucht, dann könnt ihr den Weg ins Konsulat sparen.

Tip falls Namensänderung gewünscht:
Erst ins Konulat im Pass eintragen lassen, das kostet nihts und ann zum Einwohnermeldeamt, dort Antrag zur Berichtigung der Daten stellen, ist wederum jostenfrei .

Ihr spart euch damit jde Menge Laufarbeit, eld und der mehrmalig Besuc beim Standesamt. Ansonsten werdet Ihr schnell merken, dass es nicht einfach in der deutschen Bürokratie it.

Gruß
Christoph
 
 
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Zhaocaimao
30-nov-18
Hallo ihr Guten,

erstmal vielen Dank für eure Antworten.

Wir waren mittlerweile erfolgreich und ich möchte euch hier ein Feedback und unsere Erfahrungen mitteilen.

@Bürokratin:
Ja richtig, es handelt sich um das 未婚声明书. Die Vorlagen sind alle ähnlich und auch wir haben letztendlich so ein Schreiben bekommen - siehe unten.
Das deutsche Konsulat in Shanghai beglaubigt eidesstattliche Versicherungen nur von deutschen Staatsbürgern. Meine Verlobte wäre dort also nicht erfolgreich gewesen.

@Christoph:
Vielen Dank für den Tipp - klingt ja wirklich sehr viel unkomplizierter. ;-)


Unser Weg:
Nach langem Diskutieren war das Shanghai Oriental Notary Office (东方公证处) bereit, eine eidesstattliche Versicherung auszustellen, allerdings nur, weil wir bereits den Registerauszug (未婚证) vom 民政局 ihrer Heimatprovinz Hubei hatten. Der Mitarbeiter vom Shanghai Oriental Notary Office rief auch noch zusätzlich bei der Beamtin in Hubei an und nahm die mündliche Erklärung meiner Verlobten auf Band auf. Und natürlich stellte er die Versicherung nur bis zu dem Datum aus, das auf dem 未婚证 stand, denn er wusste ja nicht, was in den vergangenen zwei Wochen passiert war. *Kollektives Augenrollen*
Wie auch immer... diese eidesstattliche Versicherung schickten wir zum ermächtigten Übersetzer (www.gerichts-dolmetscher.de).
Leider blieb keine Zeit mehr, das deutsche Standesamt anzumailen, ob das Dokument so akzeptiert werden würden, denn wir saßen bereits im Flieger nach Deutschland. Im dortigen Standesamt dann die Nachricht, dass es sich bei dem Shanghai-Notariat ja nicht um das "Heimat"-Notariat handeln würde. Aber wir könnten ja auch noch zum chinesischen Konsulat nach Frankfurt und dort eine eidesstattliche Versicherung ausstellen lassen.
Da wir mit Nerven und Geduld am Ende waren und in der einen Woche in Deutschland nicht noch einen weiteren Ausflug (ohne Anmeldung) nach Frankfurt und anschließende Übersetzung angehen wollten, starteten wir unsere Argumentation:
1. Frankfurt sei auch nicht "Heimat"-Notariat.
2. "Heimat" muss nicht unbedingt Hukou-Stadt/-Provinz bedeuten, sondern kann auch "China" (Land) bedeuten. Der Notar bewertet nicht den Wahrheitsgehalt der Aussage, muss also die Person nicht kennen. Er muss nur verstehen, was die Person sagt, muss also die selbe Sprache sprechen. Dazu reicht es, wenn er aus dem gleichen Land kommt.
Die Standesbeamtin sah unsere Verzweifelung und bot uns einen "Deal" an. Meine Verlobte sollte nochmal vor ihr eine Erklärung zum Familienstand abgeben, allerdings auf Deutsch.
Da sowieso fast Mittagspause war, verabredeten wir uns eine Stunde später und verzogen uns in den nahegelegenen McDonalds zum Deutschunterricht.
Eine Portion Pommes später saßen wir wieder im Standesamt. Meine Verlobte sagte ihre drei Sätze auf: "Ich war noch nie verheiratet. Ich habe keine Lebenspartnerschaft begründet. Ich bin mir über die rechtlichen Konsequenzen meiner Aussage bewusst." Und wir konnten unter Tränen mein EFZ in Empfang nehmen.
 
 
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Zhaocaimao
30-nov-18
Fortsetzung:

Wir sind also mit dem EFZ durch.
Jetzt geht's zum deutschen Konsulat für die "Konsulatsbescheinigung" und dann nach Wuhan, dem einzigen 民政局, wo wir heiraten können.

Ich hoffe, unsere Erfahrungen können anderen Pärchen helfen. Folgende Erkenntnisse haben wir gemacht:
- Jedes Standesamt ist anders und hat andere Bedingungen. Man sollte also die Informationen aus dem Netz immer mit dem zuständigen Standesamt verifizieren.
- Wenn wir die Sache nochmal angehen müssten, würde ich mehr Fragen stellen an das deutsche Standesamt: z.B. genaue Wortlaute, bzw. Vorlagen, genaue Interpretationen von zuständigen Behörden.

Nochmal Dank an das Forum - auch an die bereits geposteten Threads, die sich mit dem Thema beschäftigt haben!
 
 
aw: Eidesstattliche Versicherung Familienstand   guter beitrag schlechter beitrag
SusanneXpremium memberadministrator
30-nov-18
Hi ZCM, danke für diesen ausführlichen Ergebnisbericht!

Für flexible Lösungsansätze ist unser deutsches Beamtentum ("dat ham wa schon immer so gemacht, damit fangn wa erst gar nich' an, da könnte ja jeder komm'n") nicht gerade berühmt.

Daher Gratulation zum erfolgreichen Deal und super, dass dir das Forum weiterhelfen konnte. Hoffe, der Rest in Wuhan klappt genauso gut und du hältst uns auf dem Laufenden.

@All: Ein paar Foren weiter unten sucht ein anderer User noch nach Meinungen zu seinem Gehaltsangebot und würde sich bestimmt über Input freuen :)
 
 
aw: Eidesstattliche Versicherung Familienstand   guter beitrag schlechter beitrag
fishbone (Gast)
vor 1 tag
Mein Tipp ist, in Hong Kong zu heiraten. Alles auf Englisch und Chinesisch - voll anerkannt in China und D. Details sind im Netz zu finden auf den entsprechenden HK-Behoerdenseiten (auf Englisch).
 
 
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